Konsolen mit LED-Deckenbeleuchtung für Bugkabine


Die Bugkabine ist inzwischen neu überarbeitet worden, hier geht es zum Artikel.

Die Bereiche wo die Spanten, welche inzwischen verkleidet sind in die Deckenverkleidung einmünden, ist in den Ecken und Kanten nicht perfekt geworden. Die angefertigten und penibel eingepassten Mahagonileisten sehen trotz Passgenauigkeit nicht sehr schön aus, laufen einfach um zu viele Ecken. Ich habe mir überlegt, den ganzen Bereich etwas größer mit Konsole aus Mahagoni abzudecken. Das Problem ist, ich brauche eine Konsolenhöhe von ca. 50mm, da die Decksbalken 38mm bis zur Deckenverkleidung aufweisen. Die Sapeli Pfosten haben ungehobelt 33mm; Also zu wenig Dicke vorhanden 🙁

Hier ein 360° Panorama Bild der Bugkabine (Virtuelle 360° Bilder von Foto360.at)

Klicken, um das virtuelle 360° Panorama im neuen Fenster zu öffnen

Klicken, um das virtuelle 360° Panorama im neuen Fenster zu öffnen

Die Abhilfe ist, 2 Dicken zusammenzuleimen, halbrunde Formen daraus zu bekommen, ist für mich als (Hobby) Drechsler eine Leichtigkeit. Zuerst Die 2 Scheiben aus den Pfosten mit der Bandsäe geschnitten. Danach  habe ich die erste Scheibe auf ein Schraubfutter gespannt und plangedreht, um dann 2 Nuten mit 1mm Breite eingestochen, diese brauche ich als „Verleimhilfe“. Die 2. Scheibe wird mit den genauen Gegenstücken versehen, so dass die 2 Scheiben schon ohne Leim zusammenhalten. in den Bereichen, wo nachher die Ringe sind, kommt Leim drauf und dann werden sie zusammengezwungen und über Nacht zum Trocknen stehen gelassen. Die Nut-Abstände habe ich vorher genau berechnet. Es geht darum aus der entstehenden dicken Scheibe mit ~65mm 2 Ringe zu drechseln. Aus dem größeren Ring werden dann die 2 Konsolen für die vorderen Spanten, der kleinere Ring reicht für die 2 hinteren Spantenkonsolen, aus einem Ring bekommt man nach dem Auseinandersägen 2 Halbkreise, welche die seitenwände der Konsolen bilden.

die Deckplatten (also die Abdeckung der unteren Sichtseite) habe ich aus 4mm Sapleli Sperrholz gedrechselt. Das ganze habe ich noch vor dem auseinandersägen zusammengeleimt und die Konsolen mit Epoxy „grundiert“.

In der Werft 🙂 habe ich die Konsolen dann direkt am Boot angepasst, eine aufwändige Arbeit, die mir pro konsole ca. 90min kostete. Die fertig angepassten konsolen habe ich dann mit Epifanes lackiert. Die Beluchtung habe ich nach längerem hin-und-her mit superhellen „Low-Cost“ LED’s von Conrad realisiert. Diese LEd#s haben 5mm Durchmesser, und für diesen gibt es eine Chrom Einbaufassung. Pro Stück LED und Fassung fallen dann rund 2€ an Kosten an. Mit Schaltlitze habe ich die Led#s verkabelt, jeweils 3 in Serie mit Vorwiderstand für 12V. Zu beachten ist bei einer LED Installation an einem 12V Bordnetz (Austobatterie oder Bootsbatterie), dass diese schwankende Spannungen aufweist. Diese Schwankungen sind LED Killer 😀

Ich habe deshalb einen Schaltregler gebaut. Als Spannungsregler Baustein habe ich einen „Low-Drop“ Baustein (LM 2940-12) verwendet, um die Verlustspannung so gering wie möglich zu halten. Diesen Spannungsregler habe ich auf einer Lochratsterplatine aufgebaut und hinter den Lichtschalter geschalten, damit der Schaltregler nur in Betrieb geht, wenn die Lampen eingeschalten sind.Eine Eingangssicherung, eine Spule, um die Spannungsspitzen zu drosseln, eine Überspannungsschutzdiode, die den Rest der Spitzen killt und je einen Kondensator am Ein-und-Ausgang des Spannungsreglers, fetig.

12V Schaltregler für stabile Bordspannung

Die Kosten für die Bauteile vom Regler liegen bei ca. 10€

Bildgallerie vom Bau der Lichtkonsolen:

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.