Bullaugen und Klampen renovieren


Bullauge entnickelt

Der Ring vom Bullauge entnickelt

Bullauge poliert

Bullauge geschliffen und poliert, fertig fürs Verchromen

Nachdem ich kurz überlegt habe, vor dem Innenausbau neue Bullaugen zu installieren, bin ich wieder davon abgekommen. Die Bullaugen wären zwar um 25mm im Durchmesser größer gewesen und auch mit einem Öffnungsgriff, der sicher praktisch ist. Mit 4 Bullaugen in der Kabine und den lichtdurchlässigen Hohlkammerplatten  als Türfüllung ist die Kabine ohnehin sehr hell und freundlich. Die ein wenig größen Durchmesser sind nicht nötig, und die Flügelmuttern, je 2 pro Bullauge geben mir doch ein sehr sicheres Gefühl bezüglich Dichtheit. Einzig die verchromten Aussenringe waren seitlich angeschliffen und mit Lack beschmutzt. Deshalb habe ich mich ans Werk gemacht. zuerst habe ich sie beim Galvanisierer entchromen lassen, danach geschliffen beginnend mit Korn 240 bis Korn 800, dann habe ich sie vorpoliert und hochglanzpoliert. Anschliessend kommen sie wieder zum Galvanisierer, der eine schöne dicke Schicht Chrom draufmacht. Auch die Ringe mit denen die Glasscheiben verschraubt werden, waren schon grün oxydiert. Dies passierte, weil die Ringe, welche nur sichtbar, wenn die Bullaigen geöffnet sind, bevor sie verchromt wurden, weder geschliffen, noch poliert wurden. Der Hersteller hat hier die gedrehte Oberfläche gelassen. In den Riefen bleibt das Salzwasser länger drinnen, was eine schnellere Oxydation bewirkt. Ich habe mir den Spezielschlüssel zum Öffnen dieser Ringe aus einer Holzscheibe mit 2 Bohrungen und 2 angeschliffenen Nägeln gebaut. Die Ringe ausgebaut, geschliffen, poliert. Auch Rahmen bzw. einfassungen aus Mahagoni möchte ich rund um die Fenster haben. Aus dem Rest einer Sipo Bohle werden die gedrechselt.

Bei dieser Gelegenheit habe ich auch die Klampen demontiert, um sie wieder in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Leider waren die Mahagonistäbe mit normalen Holzschrauben aus Stahl an den Klampen befestigt, die so verrostet waren, dass sie sich werder lösen ließen, noch im Holz hielten. Ich war gezwungen, die Mahagonistäbe mit dem Hammer herauszuschlagen, die Schrauben sind eh schnell gebrochen. Die Stäbe waren nun hinüber, auch waren sie teilweise aus Splintholz. Ein gutes Beispiel für die schleissige Qualität von Bootszubehör. Alles was nicht auf anhieb ins Auge sticht, wird in schlechtester Qualität ausgeführt, nur um ein paar Cent mehr mit dem Kunden verdienen zu können.

Klampe entnickelt, poliert, mit neuem Mahagonistab unbehandelt

Eine Klampe entnickelt, poliert, mit einem neuen, noch unbehandelten Mahagonistab. Fertig fürs Verchromen.

Die Stäbe habe ich aus Reststücken von Sipo Mahagoni zuerst gedrechselt auf Durchmesser 25mm und dann die Oberseite abgehobelt. Die Kanten und flächen schön gerundet und geschliffen ergibt nun einen neuen Stab, so wie der alte aussah, nur präziser. Aus Messing 6Stk Einklebegewinde gedreht, so bekome ich eine saubere Verschraubung mit den Klampen. Ein kleiner O-Ring dichtet die Verbindung ab. Die Mahagonistäbe bekommen 6-8 Schichten Epifanes DD Lack. Jetzt sind sie wieder herzeigbar 🙂Klampen neu restauriert

Klampen restauriert

Klampen restauriert

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