Untere Scheuerleiste & Unterwasser primer


Ich verwende den Epifanes Underwaterprimer für die Flächen unter der Wasserlinie. Die Wasserlinie habe ich am Vorsteven und Achtersteven laut Plan markiert. Davon bin ich um 25mm höher gegangen, wie von Iain Oughtred empfohlen. Dann habe ich mit einem geliehenen Nivellierlaser die Linie aufs Boot projiziert und mit Abdeckband direkt anhand der Laserlinie die Wasserlinie maskiert. Unter den Plankenüberlappungen entsteht eine spitzwinkelige Stufe. Wenn man horizontal draufsieht, ist die Wasserlinie aber schön gerade. Das blaue Abdeckband drücke ich mit einem Holzspachtel an den Knten sehr fest an, um das Unterlaufen der Ränder zu verhindern.

Den Primer trage ich wie folgt auf: Die erste Schicht habe ich mit 25% verdünnt, nach 4 weiteren Schichten geschliffen. Dann die 6. Schicht gepinselt und Abdeckband abgezogen. Während den Trocknungszeiten (je Schicht 24 Std.) habe ich aus Teakholz die untere Scheuerleiste gesägt, gehobelt und an den Ecken einen Radius angefräst. Die Längen musste ich mehrmals schäften, um auf 6400mm zu kommen. Ich habe mich zu Teak entschieden, weil ich bei unserem Gatsby (unser Pirich Motorboot aus Holz) auch Teak Scheuerleisten habe, und die sich extrem gut bewährt haben. Sie halten sehr viel aus und „schmieren“ sich durch die leicht ölige Oberfläche auch gut an Dalben, etc. vorbei. Dalbenkontakt z.B. hinterließ beim Gatsby noch nie sichtbare Spruen an den Scheuerleisten. Wenn es doch mal massiver angeht, kann man die Blessuren mit Schleifpapier ganz einfach „reparieren“. Mit dem abgesetzten Holzsägeblatt vom Fein Multimaster säge ich Anfang und Ende einer jeden Leiste genau auf die Schmiege von Steven, indem ich die Leiste montiere, grob abschneide und dann Schritt für Schritt mit dem Sägeblatt am Steven angelegt 1/2Millimeter Scheibchen von der Scheuerleiste abschneide. Die Passung kann man auf diese Weise extrem genau fertigen. Zum montieren verwende ich angedicktes Epoxy, vorher muss das Teakholz mit Aceton gut entfettet werden. Damit die Leisten beim Verkleben nicht verrutschen, habe ich auf der Unterseite ein Paar Klammern schräg eingeschossen, den Anpressdruck bringe ich zum Großteil mit den Sperrholzzwingen auf, an den Steven setze ich jeweils eine Schraubzwinge.

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