Schwertkasten und Schwert 2


Der Schwertkasten besteht aus 2 Sperrholzseiten und massiven Zwischenstücken aus Sapeli. Aussen sind zur Versteifung an den Ober – und Unterkanten Verstärkungsleisten aus Sapeli angebracht. Die Innenseiten habe ich vor dem Zusammenbau 3-Fach mit Epoxy beschichtet, davon 2 dicke Lagen mit eingemischten Grafitstaub. Das ergibt eine abriebfestere Oberfläche mit guten Gleiteigenschaften. Die Achse vom Schwert ist eine 12mm Bronzestange. Die Lagerung von Classicmarine hat mir nicht so gut gefallen, deshalb habe ich neue Lagerböcke konstruiert und aus Bronze gedreht. Die 3D Skizzen dazu findet ihr im Downloadbereich. Im Wesentlichen bestehen diese aus einem 20mm starken Rundteil (30mm lang), welchem ein 40mm starker mit 5mm Länge folgt. Durchbohrt ist das ganze mit 12mm, damit die Achse lose reinpasst. Im Oberteil ist die Bohrung erweitert und ein Gewinde eingeschnitten, damit der gedrehte M16 Stoppel passt. Dieser Stoppel ist mit einem Einschnitt von 2,5 mm versehen, damit kann mittels einer Münze der Stoppel aufgeschraubt werden. Ein O-Ring 16x2mm dichtete die Verbindung ab. Das Schwert selber habe ich aus 2 Sapeli-Pfosten verleimt. Bei der Auswahl habe ich darauf geachtet, dass die Jahresringe stehen. Holz mit stehenden Jahresringen neigt weniger zum verziehen als solches mit liegenden Ringen. Die „Foil“ – Form (Stromlinienförmige Schwertform) habe ich nach dem Buch How to build Glued-Lapstrake wooden boats angehobelt und geschliffen. Vom Prinzip her werden flache Schrägen nach Maß angehobelt. Danach in immer kleiner werdenden Stufen die entstandenen Ecken gehobelt und zum Schluß verschliffen. Das geht recht gut vonstatten. Ich habe die Kanten der Foils habe ich zusätzlich mit Glasgewebe verstärtkt. Das Schwert hat anschliessend noch eine Epoxy Sperrschicht und 3 Schichten Epoxy-Grafitstaub Schichten bekommen. Letztere bewirken eine sehr verschleissfeste und gut gleitende Oberfläche, was auch unter Wasser einen kleinen Wiederstand bewirkt. Diese Schichten sind auch gegen UV-Strahlung resistent, was eine anschliessende Lackierung überflüssig macht.


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2 Gedanken zu “Schwertkasten und Schwert

  • Christoph Brehm

    Hallo,

    sehr schoener aufschlussreicher Bericht ueber einen Caledonia Yawl Bau, schoene grosser Bilder. Bin selber in der Planung eine zu bauen, habe schon die Plaene von Iain Oughtred, meine wuerde die Nummer 158.
    Auf Grund des Berichtes habe ich mich auch dazu entschlossen Sapeli fuer den Kiel zu nehmen, die Mallen und Planken bekommen ich CNC gefertigt von einer Firma in Main/USA (http://www.hewesco.com). Kostet, spart aber auch viel Zeit.
    Mich wuerden Bilder vom fertigen Boot interessieren, war es schon auf dem Wasser?
    Gruss aus Pennsylvania USA

    • bne Autor des Beitrags

      Hallo Christoph,
      Freut mich vom anderen Kontinent zu hören 🙂 ich bin leider noch nicht fertig mit dem Bau meiner CY. Letztes Jhar war ich damit beschäftigt, unsere Pirich 750 zu reparieren und auszubauen. In den letzten Wochen habe ich wieder an der CY weitergebaut. Schwertkasten, Schwert, Ruderkopf und Ruder sind fertig, Decksbalken und Schot im Bug baue ich gerade. Wenn wieder ein Teil fertig ist, werde ich wieder Bilder einstellen.
      Alles Gute nach USA
      Bernhard