Helling anfertigen


Die Helling zu bauen ist der zweite Schritt. Ebenso wichtig, wie die Genauigkeit der Mallen ist die Genauigkeit der Oberkante der Helling. Als Balken habe ich zwei Fichtenpfosten 40 x 200 x 3000 längsseitig miteinander verbunden. Auf Länge geschnitten ergibt das einen Pfosten 40 x 150 x 4790. Den Rest (Leisten mit 40 x 50 x 3000 brauche ich als Querstreben oder ähnliches). Die Querverbindungen bestehen auch aus den selben Pfosten mit den Maßen 40 x 150 x 1000. Dieses Rechteck sichere ich später noch mit diagonalen Aussteifungsleisten. Auch einen Steckdosenverteiler werde ich an die Helling montieren

Hellingbalken schlichten

Hellingbalken schlichten

Leider lässt die Genauigkeit der Längsverbindung bei den langen Balken stark zu wünschen übrig :oops:. Mit der Schlagschnur ermittle ich mittig einen „Buckel“ von fast 10mm. Meine guten Vorsätze, die Oberfläche mit der Rauhbank abzurichten sind deshalb schnell verflogen, bei so viel Abnahme greife ich dann doch lieber zu meinem Elektrohandhobel. Gottlob hat der eine Breite von 110mm. So kann ich beide Balken zusammengezwungen gleichzeitig abrichten. Ich hätte doch vor dem Verlängern genauer messen sollen, aber da ich mit Leim und Schrauben gearbeitet habe ist es jetzt zu spät etwas zu ändern. Beide Balken sind nach einem kleinen Hobelexzess akkurat ausgerichtet. Die grobe Arbeit richte ich mit dem Elektrohobel ab, danach Feinarbeit mit der Rauhbank. Zwischendurch löse ich die Zwingen und lege die Balken mit den Oberkanten zusammen. So verdoppeln sich die tieferen Stellen und zeigen sich als Spalte. Ich arbeite so lange nach, bis alles gefügt ist. Aneinandergezwungen zeichne ich jetzt die Positionen mit einem Tischlerwinkel über beide Längspfosten und beschrifte die Mallpositionen.

Dann lege ich die Längsbalken am Boden auf, unterpacke sie an den Ecken wo sie durch den unebenen Boden zu tief liegen. Kontrolliere sie auf waagrechte Lage und auf Parallelität sowie genaues gegenüberliegen. Dazu habe ich mir einen Winkel mit Aluminiumleisten und M3 Schrauben auf 1.300mm verlängert, so kann ich ihn auf eine Mallenlinie legen und seitlich an eine angezwungene Waserwaage mit 2.000mm Länge anschlagen. Am gegenüberliegenden Längspfosten muss der Winkel dann wieder genau auf der Mallenlinie liegen. Die angezwungene Wasserwaage gleicht leichte Unebenheiten am Längsauflieger aus, weil sich diese durch den langen Winkel vervielfachen. Ich Messe sicherheitshalber jede Mallenlinie. Die Abstandpfosten habe ich zuvor mit der Kappsäge sehr genau auf 1.000mm und im rechten Winkel geschnitten, damit ich genau parallel komme.

Mallen mit Stringer zur Stabilisierung

Mallen mit Stringer zur Stabilisierung

Nachdem alles ausgerichtet ist, verschraube ich die Querpfosten mit den Längsaufliegern. Nochmals kontrolliere und vermesse ich alles, bevor ich die „Abfallleisten“ von den Längsaufliegern vorerst schräg von oben an die Längsauflieger und Querpfosten schraube, um das ganze auszusteifen. Jetzt hebe ich das starre Gestell auf 2 Böcke und bringe die nun endgültigen schrägen Versteifungsleisten von unten an, bevor ich die temporären oben wieder abschrauben kann. Die Füße des Gestells zwinge ich mit je 2 Zwingen an die Helling. Das ganze kommt jetzt wieder von den Böcken runter auf den Boden. Ich richte nun alles mit 2 Wasserwaagen (2.000mm) und mit Schlägen auf die Oberkanten der Füße oder der Helling in die Waage und verschraube die Füße mit der Helling, sobald alles stimmt. Die Position der Füße am Boden markiere ich mit Gaffer Tape. 

 

Jetzt kann ich die Mallen montieren. Genau auf die Mittellinie, die ich mit zuvor einer Schnur am Mallengerüst markiert habe, richte ich die Mallen aus. Auf Winkeligkeit überprüfe ich wieder mit meinem verlängerten Winkel. Die Spreizleisten können durch einen Blick von vorne und Achtern, Backbord- und steuerbordseitig auf Flucht kontrolliert werden. Die Mittschifflinie oben kontrolliere ich mit anhand der angezwungenen Lineale, Leisten usw. an den Oberkanten der Mallen. (Sichtkontrolle) Die Mallen selbst sind temporär mit Schraubzwingen gesichert, bis alles ausgerichtet ist. Zur Versteifung der Mallen und um kleinere Fehler auszugleichen, habe ich Stringerleisten (Abfall vom Mallengerüst) wie am Bild zu sehen, angebracht. Nachdem alles ausgerichtet ist, verschraube ich die Mallen mit der Helling.

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