Bodenwrangen anfertigen, Straklatten schäften


Leider hat mich mein Sperrholzlieferant stäflich vernachlässigt. Aus den 3-5 Wochen Lieferzeit sind inzwischen 7 Wochen geworden. Deshalb komme ich zur Zeit nicht recht voran. Das gibt mir allerdings auch die Gelassenheit, alle Dinge sehr sorgfältig zu überdenken und zu recherchieren. So auch im Falle der Bodenwrangen.

Bodenwrangen

Bodenwrangen

Ich bereite ein Brett Sapeli mit 25mm Stärke aus einem 33er Pfosten vor. Die Wrangenform entnehme ich den 1:1 Mallenplänen. Dort sind auch die Wrangenkonturen angegeben. Ich übertrage die Konturen diesmal mit einer Mini Stechahle, die ich mir aus einem Uhrmacherschraubendreher geschliffen habe. Die Kohlepapier Methode funktioniert hier weniger gut, als die Ahlen-Methode, weil die spiegelbildliche Seite durch die Papierrückseite übertragen werden muß. Bei den Mallen fertigte ich ja Halbe Teile an, beide Seiten in einem Gang. Hier kann ich aber mit einer Naht Mittschiffs nicht leben :twisted:Die Konturen steche ich ca. alle 50mm durch, am Holz verbinde ich die Einstichstellen mit einer Straklatte und Kugelschreiber. Die Gegenseite muß anhand der Mittellinie und der Auߟenkante genau eingepasst werden, ein kleiner Fehler an der Mittschiffslinie multipliziert sich an der Aussenkante.

Bodenwrangen mit Mallen verbunden

Bodenwrangen mit Mallen verbunden

Bei der von mir bevorzugten gedeckten Variante mit Gaffelrigg ist im Plan anstatt der Wrange bei Mall #2 eine Wrange auf Höhe Mall #2 1/2 angegeben, genau 305mm von Mall #2 achterlich versetzt. Die Wrange schliesst an die Mastbox und an den Mastfuß an. Bei dieser Bauart entfällt die Wrange bei Mall #2. Ich habe diese aber trotzdem gebaut weil ich darüber nachdenke, unter dem Deck einen Boden einzubauen. Die speigatten bei den Plankenstössen sind sehr kantig und laufen in einem stark spitzen Winkel aus. So etwas ist nicht einfach sauber zu halten.

Montierte Bodenwrangen

Montierte Bodenwrangen

Deshalb habe ich diese Drainagelöcher abgerundet und nicht so weit nach aussen ausgeführt. Um den nötigen Querschnitt (Wassermenge) zu erhalten, habe ich mit einem 30mm Bohrer halbrunde Aussparungen gebohrt. Die Wrangen möchte ich vor dem Beplanken mit dem Kielschwein verleimen. Ich denke, das macht die Sache einfacher einzupassen und gibt dem Rumpf für das Umdrehen noch etwas mehr Stabilität. 

Jetzt habe ich auch die Zeit um 7meter lange Straklatten aus Sapeli zu schäften. Ich habe vor, später beim Beplanken mit dessen Hilfe die Form für die einzelnen Planken zu übertragen, aber dazu später mehr.

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